Die Eisenhower Matrix

Eine 2do Liste wächst und wächst, denn Sie ist unenedlich und unser Tag ist es nicht. Von daher kannst Du immer und immer wieder etwas Neues auf die Liste schreiben und schnell eine vollkommen unrealistische Zeitplanung erhalten bei der westenlich mehr Dinge auf einer Liste stehen, als der Tag und die Woche Stunden haben. Es gibt verschiedene Techniken um mit dem Zeitmanagement umzugehen. Die Eisenhower Matrix ist ein charmantes kleines Prinzip, mit dem Du Deine Aufgaben in einer Matrix eintragen und bewerten kannst. Sie sagt Dir wann, wie und ob Du die Aufgaben erledigen sollst.
Anhand der Kriterien wichtig / nicht wichtig und dringend / nicht drigend überlegst Du erst: ob die Aufgabe überhaupt wirklich wichtig ist und wie schnell sie gemacht werden muss. Dies ergibt vier Aufgabentypen in den Quadranten 1, 2, 3, 4.

Das Eisenhower Prinzip

Aufgabentypen nach dem Eisenhower Prinzip

Aufgaben des Typs A

Diese Aufgaben sind dringend und wichtig – Du machst Sie also selbst und sofort.

Aufgaben des Typs B

Diese Aufgaben sind wichtig, aber nicht dringend – Du machst Sie also selbst, legst Dir dafür aber einen Termin in der Zukunft.

Aufgaben des Typs C

Diese Aufgaben sind nicht wichtig, aber dringend – Du solltest Sie im besten Falle an einen kompetenten Mitarbeiter übergeben, der sie bearbeitet.

Aufgaben des Typs D

Weder wichtig, noch dringend wandern diese Aufgaben direkt in den Papierkorb, oder gar nicht erst auf Deine 2do Liste.

Zeitmanagement? Nein Danke.

Ich mag das Prinzip der Eisenhower Matrix, auch wenn Dir ein gutes Zeitmanagement eigentlich dabei helfen soll, dass Du nicht immer Feuer löschst, funktioniert so etwas nicht immer. Mit anderen Worten: Totaler Blödsinn wenn Du alles bis in die Haarspitze optimierst, außer Du stellst Dein Leben ab. Für Notfälle und dringende Aufgaben gilt es immer mit Slack, zu Deutsch „Spielraum“ oder „Sicherheitsabstand“, zu planen. Wenn Du Notfälle nicht in Deinen Zeitplan einplanst wirst Du von ihnen überrannt und Dein ganzer schöner Plan ist dahin.

Mit dem Eisenhower Prinzip durchstarten

Wichtig ist, dass Du die Aufgaben nicht auf einer einfachen 2do Liste sammelst, denn diese sind wie schon oben gesagt unbegrenzt.

  1. Sammele alle Deine Aufgaben auf einer einfachen Liste
  2. Ordne diese Aufgaben anschließend nach den Typen A/B/C/D
  3. Verteile diese Aufgaben mit festen Zeitfestern in Deinen Terminkalender, egal ob analog oder digital – mit genug Flexibilität, dass Du auch die kritischen Notfälle abarbeiten kannst.
  4. Halte Dir hierbei immer Spielraum für wichtige und drigende Aufgaben frei.
  5. Arbeite die Aufgaben ab!

Die sinnvollste Technik für das Selbstmanagement ist der Stundenplan. Den gibt es schon in der Schule. Deine Aufgaben solltest Du in einem Zeitplan einteilen – zumindest wenn Du sehr viele hast. Es ist immer sehr leicht einen neuen Punkt mit in die Liste aufzunehmen, für all die Aufgaben und Punkten, die sich da sammeln, Lebenszeit zu finden ist in vielen Fällen eigentlich unmöglich und führt Dich bei einer unstrukturierten Arbeitsweise direkt ins Burnout. Der Stundeplan führt Dir dabei die Wahrheit vor Augen: Du kannst nicht alles machen.

Ist die Mittelschicht verloren?

Average is over handelt von unserer Zukunft – und die hat viel mit Schachspielen zutun. Nicht dem klassischen Großmeister gegen Großmeister, wer hat die besseren Fähigkeiten und das größere taktische Geschick, sondern vom Freestyle Schach. In dieser Disziplin treten Mensch und Maschine zusammen gegen andere Teams an. Die Regeln sind die Regeln des Schachs, aber was Du nutzt um Deine Strategie zu entwickeln bleibt Dir selbst überlassen und Du kannst Menschen, Maschinen oder ein Orakel befragen. Die besten Teams hier bestehen nicht aus Großmeistern, sondern aus Menschen die Daten extrahieren und Schlüsse ziehen können und die Rechenleistung den Maschinen überlassen. Nachdem vor einigen Monaten auch das klassische Spiel Go vom Computer geschlagen werden kann, sieht es um die Überlegenheit des Menschen immer schlechter aus. Tyler Cowen malt in seinem Bild eine düstere Zukunft von vielen Verlierern, einen immer stärker schrumpfenden Mittelschicht und wenigen Gewinnern die mit und durch die Maschinen zu Gewinnern werden. Es ist nicht mehr was Du weißt, sondern wie Du Maschinen nutzt, Ihre Informationen auswertest und gegenüberstellst und dann mit ihnen zusammen Deine Handlungen klar machst.
Fast jeder Job ist ersetzbar – und die meisten Jobs sollten auch ersetzt werden – die Arbeit den Maschinen, die Kunst für uns – war ein Spruch aus dem Studium. Nur woher kommt der Wohlstand?

Cowen geht davon aus das fast jeder Job ersetzt wird, egal in welcher Branche wir uns bewegen, vom Anwalt zum Fabrikarbeiter. In der Zukunft wird es zwei Klassen von Arbeitern geben:

Bist Du gut darin mit intelligenten Maschinen zu arbeiten oder nicht? Sind Deine Fähigkeiten eine Ergänzung zur Maschine, oder arbeitet der Computer ohne Dich besser. Schlimmer noch, ist der Computer eine Konkurrenz für Dich? Helfen Computer Menschen in China und Indien gegen Dich in den Wettbewerb zu treten?

Die Kunst der Zukunft ist es zu wissen, wann wir auf den Computer hören und uns selbst zurück zu stellen. Der Computer ist nicht unser Feind, aber auch nicht unser Freund und es wir vermutlich noch einige Jahre dauern bis er wirklich in alle Arbeitsschichten vorgedrungen ist. Aber selbst in der Wissenschaft kommt es heute mehr darauf an die Informationen des Computers zu deuten, zu verarbeiten und die richtigen Fragen zu stellen, im Gegensatz dazu mit modellen zu arbeiten.

Wo sind die meisten Vorteile? In Übereinstimmung mit ökonomischem Kalkül gehen sie zu dem was selten ist.

In unserer heutigen Weltwirtschaft ist folgendes selten:

  1. Gutes Land und natürliche Resourcen
  2. Intellectual property, oder gute Ideen was produziert werden sollte.
  3. Qualitätsarbeit mit einzigartigen Fähigkeiten.

Hier ist was heute nicht selten ist

1. Ungelernte Arbeit je mehr Ländern in der globalen Weltwirtschaft mitmischen
2. Geld in der Bank oder in Staatsanleihen, was als einfaches Kapital betrachtet werden kann, das nicht an spezielle Besitzrechte geknüpft ist (wir wissen das es davon viel gibt, denn es bringt 0 Zinsen oder sogar negativen Ertrag)

Auch das Lernen wird in der Zukunft durch Rationalisierungen und Einsparungen geprägt sein. Es ist einfach wesentlich billiger Menschen durch Computer lernen zu lassen, selbst wenn es wesentlich schwerer ist und die Erfolgsquoten ohne einen richtigen Betreuer ziemlich unterirdisch sind. Somit wird es für einzelne, die wissen worauf es ankommt und sich konzentriert auf den Hosenboden setzen um zu lernen, einfacher Wissen anzuhäufen und gute Jobs zu bekommen. Für alle anderen wird es ungleich schwerer.

Average is over ist ein Buch das eine Zukunft malt, die ich nicht sehen möchte, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass viele der Prognosen eintreffen werden und sich unsere Gesellschaft in diese Richtung bewegt. Es hilft Dira uf jeden Fall über Deine eigene Arbeit nachzudenken und zu ermitteln wie austauschbar Deine Arbeitskraft wirklich ist – und was Du tun solltest.

Die großen Fragen der Ökonomie und Gesellschaft sind die Herausforderungen unserer Zukunft. Werden 80% zu Verlierern? Kann der Wohlstand gerechter verteilt werden? Wir sollten hierbei a) an unserer Definition der Arbeit arbeiten und Menschen die Möglichkeit eines erfüllten Lebens geben und b) eine Teilhabe an den Gewinnen der Zukunft schaffen, denn je größer die Unterschiede, je schwerer die Menschen in Arbeit vermittelt werden und je größer die Armut wird, umso leichter wird es, dass unsere Gesellschaft wackelt, instabil wird und in sich zusammenbricht. Gerade dies ist es aber was Cowen in seinem Buch bezweifelt. Wir werden zu alt, zu konservativ und zu träge (gerade in Europa und in Amerika), und die Schere zwischen Arm und Reich wird einfach kommen – und die billige Unterhaltung wird es egal machen.